Die Osterwoche

Die letzte Woche im Leben Jesu Christi hat die Welt für immer verändert. Jeder Tag dieser Woche bringt uns seine wunderbare Mission näher – damals wie heute.
  • Jesus Christus zieht im Triumph in Jerusalem ein, seine Anhänger breiten ehrfürchtig Kleider und Palmzweige auf der Straße aus. Er kommt nicht zum ersten Mal nach Jerusalem. Im Laufe seines dreijährigen Wirkens ist er durch das Heilige Land gezogen, hat seine Lehre verkündet, Wunder vollbracht und das Licht des Evangeliums verbreitet. Dieses Mal jedoch bereitet sich Jesus Christus darauf vor, das größte Wunder überhaupt zu vollbringen.

    Der Einzug in Jerusalem ist wie alles andere, was Jesus getan hat, die Erfüllung einer Prophezeiung. Seine Ankunft in Jerusalem ist ein eindrucksvolles Zeichen dafür, dass Gott seine Verheißungen erfüllt. Der Vater im Himmel hat uns einen Weg bereitet, wie wir Sünde und Tod überwinden können, nämlich durch seinen Sohn Jesus Christus.

  • Nach seinem Einzug in Jerusalem geht Jesus Christus in den Tempel. Hier, im Haus seines Vaters, sieht er die Händler und Käufer, die ihre Geschäfte treiben. Mit unverkennbarer Vollmacht gebietet er ihnen, den Tempel zu verlassen.

    Die Reinigung des Tempels in Jerusalem war eine mutige Tat. Wir können Mut daraus schöpfen, dass Jesus Christus das getan hat, wovon er wusste, dass es richtig ist, ganz gleich, ob er sich damit beliebt machte oder nicht. Wenn wir ihm nachfolgen, erhalten wir die Kraft, es ihm gleichzutun.

  • Den führenden Juden bleibt nicht verborgen, dass Jesus in Jerusalem ist. Sie betrachten ihn als Bedrohung und wollen ihn in Verruf bringen. Auf dem Tempelberg stellen sie ihm Fragen und hoffen, etwas gegen ihn verwenden zu können. Doch die inspirierten Antworten Jesu offenbaren kein Vergehen, und seine Feinde bringen nur sich selbst in Verruf.

    Trotz heftigen Widerstands ist das Werk Christi weiter vorangeschritten. Wegen seiner großen Liebe zu uns müssen wir uns den Schwierigkeiten des Lebens nicht alleine stellen. Wenn wir ihn um Hilfe bitten, können wir selbst die größten Hindernisse überwinden.

  • Was sich am Mittwoch ereignete, ist nicht bekannt. Anstatt uns damit zu befassen, wo Jesus sich aufhielt, können wir betrachten, was er im Laufe seines Wirkens lehrte.

    Jesus Christus war der vollkommene Lehrer. Wenn wir ihm unser Herz öffnen, finden wir Antworten auf die wichtigsten Fragen des Lebens. Dazu müssen wir – wie seine Jünger auch – demütig sein und ernsthaft nach Antworten suchen.

  • Jesus feiert mit seinen Aposteln das Paschamahl, oft auch als das letzte Abendmahl bezeichnet. In Wort und Tat zeigt er ihnen, dass er sie liebt. Gemeinsam begeben sie sich in einen ruhigen Garten, den Garten Getsemani. Was nun folgt, muss Jesus alleine durchstehen. Er betet und erleidet unermessliche Qualen. Dies ist der Beginn des Höhepunkts der heiligen Mission Jesu Christi. Er nimmt die Sünden der Welt auf sich.

    Obwohl er selbst ein vollkommenes Leben geführt hat, zahlt er den Preis für all unsere Sünden. Dieses Opfer konnte nur er vollbringen, und er hat es bereitwillig getan – für Sie und für uns alle.

  • In den frühen Morgenstunden wird Jesus verraten und dem Statthalter ausgeliefert. Nach einer Reihe einseitiger Gerichtsverhandlungen wird er zum Tod am Kreuz verurteilt. Er stirbt am Nachmittag am Kreuz unter den Augen seiner Jünger und seiner Ankläger.

    Weil Jesus Christus so tiefes Leid erlitten hat, kann er sich vollkommen in uns hineinversetzen, wenn wir Schmerzen erleiden, ob körperlicher oder geistiger Art. Weil er den Tod überwunden hat und wieder lebt, hat er die Macht, uns dabei zu helfen, die Schwierigkeiten des Lebens zu meistern, wie finster und schwer alles auch aussehen mag.

  • Am Abend zuvor war der Leib Jesu in ein Grab gelegt worden. In den heiligen Schriften erfährt man kaum etwas über den Tag nach der Kreuzigung.

    Vermutlich verbrachten seine Jünger und ihre Familien den Tag mit tiefem Nachdenken. Vielleicht möchten auch Sie und Ihre Familie sich Zeit nehmen, eingehend darüber nachzudenken, was Jesus Christus erlitten hat und warum er dazu bereit war.

  • Früh am Morgen kommt Maria aus Magdala, eine Vertraute und Jüngerin Jesu, ans Grab, um den Leib Jesu zu salben. Zu ihrem Erstaunen ist das Grab leer. Aber sie ist nicht allein. Ein Mann spricht sie an, sie meint, es sei der Gärtner. Doch dann nennt er sie beim Namen: „Maria!“ Da erkennt sie ihn. Es ist Jesus. Der Erlöser lebt.

    Jesus Christus hat den Tod überwunden und ist auferstanden, und weil er lebt, werden auch wir alle leben. Weil er lebt, können wir ihn nicht nur an jenem dritten Tag, sondern heute, jeden Tag, finden.

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