mormon.org weltweit
Miriam: Mormonen.

Hallo, ich heiße Miriam

Zu meiner Person

Ich habe in Deutschland, Österreich und der Schweiz gelebt. Ich bin fast seit der Geburt meiner Tochter allein erziehend. Auch deswegen schreibe ich hier. Ich möchte anderen Mut machen, die in einer ähnlichen Situation sind. Das Evangelium Jesu Christi ist unabhängig von Herkunft, Bildung, ethnischer Zugehörigkeit und Alter für jeden Menschen geeignet und kann helfen ein wunderbares Leben zu führen. Das spüre ich in meinem Leben und auch in dem Leben anderer Menschen, die ich bisher kennengelernt habe.

Warum ich Mormone bin

Ich habe kein besseres, sinnvolleres und lebensbejahenderes Angebot bisher gefunden. Das Bewusstsein, dass ich vorher bei himmlischen Eltern lebte, dass ich geliebt bin, dass es einen Erlöser für mich gibt, all das, bringt mir tiefen Frieden in immer unruhigeren Zeiten. Ein Leben ohne Gott kann ich mir nicht vorstellen. Ich weiß auch nicht, wie ich die manchmal sehr harten Jahre als Alleinerziehende ohne die Hilfe einer höheren Macht geschafft hätte.

Wie ich meinen Glauben lebe

Zu glauben ist nichts Statisches - manchmal ist Glauben stärker und manchmal hat man auch Glaubenskrisen. Das ist das Reizvolle und sogleich die Herausforderung: Um glauben zu können, sind bewusste Entscheidungen notwendig. Ich versuche jeden Tag, mich erneut für das Gute zu entscheiden - Christus näher zu kommen. Bin ich freundlich? Kann ich vergeben? Bin ich authentisch und mutig? Höre ich auf die innere Stimme, sprich auf den Heiligen Geist? Ich unterrichte Schülerinnen im Religionsunterricht unserer Kirche, jeden Morgen. Ich liebe es über die tiefe Bedeutung des Lebens mit jungen Menschen zu reden. Ich liebe es, wenn wir alle den Heiligen Geist spüren. Beruflich arbeite ich mit Menschen mit Beeinträchtigung. Dort leite ich unter anderem eine Theatergruppe. Es ist unglaublich, wie diese Menschen auf einer Bühne ihr Potential entwickeln. Ehrenamtlich koordiniere ich gerade Sachspenden für Flüchtlinge. Mir gefällt, welche pragmatische und deutliche Ansicht die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage zu diesem Thema hat. Und schlußendlich - und das ist das Wichtigste, bin ich Mama. Immer weniger wird es wertgeschätzt und die Bedeutung ermessen, was es heißt eine Mutter zu sein. Ich spüre die Hilfe Gottes in dieser Aufgabe. Ich spüre, wie sehr er mein Kind liebt. Werte wie Anteilnahme an dem Schwächeren, Ehrlichkeit, Fleiß und Gottvertrauen waren und sind mir in der Erziehung sehr wichtig. Meine größte Herausforderung? Neben allen Aufgaben Zeit für mich zu finden. Zeit für sinnvolle Freizeitbeschäftigungen. Ich habe wunderbare Freunde innerhalb und außerhalb meiner Glaubensgemeinschaft, ich liebe die Natur, meinen Garten, meinen Hund (meistens) und irgendwann mal will ich wieder Hühner halten. (ich rede nicht von unausgewachsenen Teenagern). Meinen Glauben leben bedeutet Freude zu haben an den Dingen, die ich tue. Ich lese gerne, besonders Bücher zu Zeitgeschichte. Außerdem liebe ich die österreichischen Berge.