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Angela Diener: Mormonen.

Hallo, ich heiße Angela Diener

Zu meiner Person

Ich bin Sozialpädagogin und habe mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gearbeitet, die letzten Jahre mit ausländischen Frauen. So lange meine Kinder zu Hause lebten, habe ich bewusst auf Berufstätigkeit verzichtet, aber etliche Ehrenämter erfüllt. 12 Jahre diente ich als Schöffin beim Amtsgericht. Genauso lange arbeitet ich in den Schulen meiner Kinder als Klassenelternvertreterin, im Elternrat und im Kreiselternrat mit. Politisch war ich immer engagiert und gehörte einige Jahre einer Partei an. Viele Jahre arbeitete ich mit meinem Mann zusammen in einer Selbsthilfegruppe von Eltern anfallskranker Kinder. Gleichzeitig haben wir uns für die Elternmitaufnahme von kranken Kindern im Krankenhaus eingesetzt, heute eine Selbstverständlichkeit. Ich fühle, dass die Arbeit in der Familie sehr wichtig ist und Opfer, die man bringt zur Freude werden. Schon seit 25 Jahren bin ich Mitglied in einem Sportverein und bewege mich gern. Mein Mann und ich paddeln und fahren Rad. Ich lese gern, liebe anspruchsvollere Gesellschaftsspiele und treffe mich häufig mit Freunden. Früher konnte ich relativ gut dichten, das ist heute weniger geworden. An unserer Familiengeschichte schreibe ich aber immer noch fleißig.

Warum ich Mormone bin

Ich bin sehr froh, dass ich als kleine Siebenjährige schon gefühlt habe, dass es gut ist, in unsere Kirche zu gehen. In den darauffolgenden Lebensjahren habe ich erfahren, dass die Gebote in der Kirche Jesu Christi Gesundheit und Unabhägigkeit fördern und uns helfen, besser das Leben zu gestalten. Ich lernte aufrichtig und mit meinen eigenen Worten zu meinem himmlischen Vater zu beten. Ich konnte die Geschichte der Wiederherstellung unserer Kirche durch Joseph Smith glauben und habe gefühlt, dass würdige Männer das Priestertum übertragen bekommen können und dann mit der Vollmacht Gottes amtieren, was für uns ein Segen ist. Ich habe unsere frühe Kirchengeschichte mit dem Treck der Pioniere quer durch Nordamerika geliebt und das Buch Mormon für wahr gehalten, das sich ganz viel mit den Lehren Jesu Christi beschäftigt. Es war mir immer eine Freude und nie eine Last, die Gottesdienste und Versammlungen der Kirche zu besuchen. Ich fand Freunde in der Kirche, mit denen ich zusammen gelernt aber auch gefeiert habe. Gemeinsam erarbeiteten wir uns schöne Theaterstücke und Tanzdarbietungen oder bildeten einen Chor. Aus diesem Gruppenleben entwickelten sich enge Freundschaften und Ehen, so auch bei mir. Ich heiratete mit 21 Jahren im festen Glauben daran, dass Ehen für die Ewigkeit geschlossen werden. Mein Mann und ich feiern bald unsere Goldene Hochzeit. Damals beobachtete ich, wie Ältere in der Kirche ihr Leben meisterten, wieviel glückliche Ehen es gab, in denen die gegenseitige Treue einen wichtigen Stellenwert hatte, und habe sie mir zum Vorbild genommen. Ich lernte immer mehr, mir auch den Heiligen Geist zum Freund zu machen und auf ihn zu hören. Ich habe gebetet und daraufhin Wunder erlebt und habe gespürt, wie ich in schwierigen Zeiten Kraft bekam. Das alles hat über 60 Jahre meinen Glauben an Jesus Christus und an seine Kirche stark gemacht.

Wie ich meinen Glauben lebe

Ich habe immer in der Kirche mitgearbeitet. Mit zwölf Jahren liebte ich es schon, kleine Dreijährige zu betreuen und anzuleiten und mein Berufswunsch kristallisierte sich heraus. Im Laufe der Jahre wurden die Aufgaben dann größer und verantwortungsvoller. Aus eigener Kraft habe ich vieles nicht geschafft - ich fühlte göttliche Hilfe und auch Hilfe von Mitarbeitern, mit denen man zusammen ein Team bildete. Das gemeinsame Dienen führte oft zu jahrzehntelangen Freundschaften. Berufungen in der Kirche können sehr unterschiedlich sein. Mal organisiert man größere Veranstaltungen, mal wird man als Lehrer in einer Gruppe eingesetzt, mal kümmert man sich ganz intensiv um einzelne Menschen in Notsituationen und alles bringt einem selbst viel Erfahrung und Lebensqualität.