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Wolfram: Theologiestudent, Kinder, Mormonen.

Hallo, ich heiße Wolfram

Zu meiner Person

Ich bin das jüngste von 3 Kindern, eigentlich gibt es mich nur, weil meine mittlere Schwester kein Junge war. Meine Eltern und Großeltern waren nicht kirchlich eingestellt, Christ sein war für sie etwas fürs "stille Kämmerlein". Aus den Geschichten, die mir mein Vater von seiner Zeit als deutscher Soldat im Zweiten Weltkrieg in Russland erzählt hat, habe ich aber vieles an Nächstenliebe gesehen. Sicher hat er einiges herausgefiltert und verdrängt, aber auch die gegnerischen Soldaten und die Zivilbevölkerung in den besetzten Gebieten waren für ihn vor allem Menschen! Ich habe nach dem Abitur evangelische Theologie studiert, um Pfarrer zu werden. Aber einerseites ist so ein wissenschaftliches Studium nicht unbedingt dazu angetan, einen im Glauben zu stärken, außerdem habe ich in einem Gemeindepraktikum erleben müssen, wie scheinbar freundliche Menschen hinter ihrem Rücken "die Messer gewetzt" haben. Für diese Kirche konnte ich nicht stehen, also habe ich das Studium beendet und eine Ausbildung als Industriekaufmann gemacht. Meine Frau stammt aus einem Ort, wo die katholischen Geistlichen Benediktinermönche waren, das hat mich schon beeindruckt, auch wenn der "Kick" nicht groß genug war, die Konfession zu wechseln. Die Missionare unserer Kirche haben wir 10 Jahre vor unserer Taufe kennengelernt. Aber erst als wir einmal einen Sonntag in der Kirche waren, wusste ich: DAS ist die richtige Kirche!

Warum ich Mormone bin

Wie am Anfang schon geschrieben, kannte ich christlichen Glauben als eine Sache fürs "stille Kämmerlein". In unserer Kirche gehört der Glaube ins ganze Leben. Ich habe nach langer Suche die Kirche gefunden, in der unsere Werte, die für uns als Familie immer schon wichtig waren, auch gelebt werden. Das ist wie ein Fels in der Brandung, wenn man auch noch andere "gleichgesinnte" findet in einer Welt, wo christliche Werte immer mehr verschwinden. Der Glaube gehört in das ganze Leben, deshalb fasten wir einmal im Monat und spenden das damit ersparte Geld für das Fastopfer, aus welchem ausschließlich Bedürftigen geholfen wird. Auch hat mich fasziniert, dass alle Kirchenführer "Amateure" sind, also nicht für ihre Tätigkeit bezahlt werden. Der Gemeindebischof zm Beispiel wird auf fünf Jahre berufen und geht einem ganz normalen Beruf nach. Jede und jeder kann in der Abendmahlsversammlung für eine Ansprache berufen werden, also sind die Ansprachen mitten aus dem Leben heraus, zum Beispiel wenn eine 17-jährige über ihre Schwierigkeiten im Umgang mit den kirchlichen Regeln spricht, da sie in der Schule und im Freundeskreis doch mit ganz anderen Ansichten konfrontiert ist. Das ist lebendiger Glaube! In den zwei Unterrichtsklassen nach der Abenmahlsversammlung wird diskutiert und es können Fragen gestellt werden. Auch ist es faszinierend, dass jährlich zehntausende junge Menschen zwischen 18 und 23 freiwillig für 1,5-2 Jahre "auf Mission gehen". Sie bekommen kein Geld dafür, sondern müssen dafür sogar noch bezahlen. Sie verzichten in der Zeit weitgehend auf das Internet und das Handy, sind oftmals weit weg von zu Hause irgendwo auf der Welt und dürfen mit ihrer Familie nur Briefe schreiben und gelegentlich per Skype reden. Sie haben einen streng geregelten Tagesablauf mit festgelegten Schlafens- und Aufstehzeiten, dürfen nicht tanzen gehen usw. Das ist schon faszinierend, das es so viele junge Menschen gibt die das tun, bei nur 15 Millionen Mitgliedern weltweit!

Eigene Erlebnisse

Auf welche Weise sind Ihre Gebete schon erhört worden?

Gott hat schon häufig zur rechten Zeit eine Lösung für unsere Probleme in finanzieller Hinsicht parat gehabt, die noch gar nicht zu sehen waren. Er hat uns vorausschauend geholfen.

Wie ich meinen Glauben lebe

Einmal im Monat wird einen Tag gefastet und von dem ersparten Geld ein Fastopfer gespendet Ich bin der Leiter der Familienforschungsstelle, das heißt, ich unterstütze Mitglieder und kirchenfremde dabei, mehr über ihre Vorfahren herauszufinden. Wir gehen jeden Sonntag in die Kirche, auch wenn es 3 Stunden insgesamt dauert. Wo hat man sonst die Gelegenheit, über den Glauben zu reden und Fragen zu stellen! Ich versuche mich an die Regeln im "Wort der Weisheit" zu halten, also versuche ich meinen Körper "heilig" zu halten, also ihn nicht zu ruinieren mit den Drogen (auch den "alltäglichen" wie Nikotin, Alkohol usw.) und durch Bewegung gesund zu erhalten. Wir beten gemeinsam mehrmals in der Woche, insbesondere vor den Mahlzeiten. Wir halten als Familie zusammen und wollen dieses auchfür die Ewigkeit tun! Ich versuche, allen Menschen mit Freundlichkeit und Liebe zu begegnen, ganz gleich, wie diese sich mit gegenüber verhalten. Ich gebe freiwillig den Zehnten.