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Nora: deutsch, Bekehrte, in den USA wohnhaft, Juris doctor (J.D.), Frau und Mutter, Fremdsprachen, Mormonen.

Hallo, ich heiße Nora

Zu meiner Person

Ich bin in Deutschland geboren, aufgewachsen, und getauft worden. Als ich achtzehn war, sind wir in die U.S.A. umgezogen, wo ich seitdem wohne. Ich habe in Kalifornien die Uni besucht, bin in New York City (N.Y.) auf Mission gewesen, und habe dann in Utah (BYU) Jura studiert. Mein Mann ist aus Florida, und war in meiner Heimatstadt Krefeld auf Mission bevor er sein Jurastudium begann, wir haben also viel gemeinsam. Als mein Stiefvater von seiner Firma aus Kalifornien versetzt wurde, sind wir mit nach Spokane im Staat Washington gezogen, um unsere Kinder nah bei ihren Grosseltern aufwachsen lassen zu koennen. Wir haben drei Kinder, zwei Dackel, und zwei Froesche. Unsere aelteste Tochter ist inzwischen verheiratet und aus dem Haus; unser aeltester Sohn war gleichfalls auf Mission in New York City (Nord). Der Juengste ist erst fuenfzehn. Ich lese gerne, schreibe auch gelegentlich selber (nur zum Spass), und naehe und stricke viel. Letzthin habe ich mich auf Puppenkleider verlegt, seit meine Nichten letztes Jahr zu Weihnachten Puppen geschenkt bekamen; das hat viel Spass gemacht. Ich halte unseren Garten in Ordnung, und kuemmere mich um den Haushalt (ich kann es mir leisten, als Frau und Mutter zu Hause zu bleiben.) Ich bin auch in unserer Gemeinde taetig, und helfe bei meinen Eltern aus. Ausserdem interessiere ich mich fuer Geschichte und Fremdsprachen, Stickerei, und gehe gerne Spazieren.

Warum ich Mormone bin

Wir waren evangelisch bevor uns die Missionare der Kirche eines Tages gefunden und unterrichtet haben. Nicht sehr aktiv, aber definitiv Christen, und meine zwei Jahre Konfirmandenunterricht hatte ich gerade absolviert, als die Frage an mich herantrat, mich mit meiner Mutter und Schwester taufen zu lassen, oder nicht. Mein Vater war sehr dagegen, aber in Deutschland hat man ja mit vierzehn das religioese Entscheidungsrecht, also musste ich mir die Sache gruendlich ueberlegen. Anfangs schien mir die ganze Sache etwas seltsam (ich bin mehr rationell als emotional veranlagt, und hatte so meine Zweifel), aber obwohl ich in meinem Leben bis dahin nicht viel (und nie sehr erfolgreich) gebetet hatte, habe ich doch einigermassen widerwillig den Rat der Missionare befolgt, ueber die ganze Sache zu beten, um eine Antwort auf diese Art zu erhalten. Erwartet habe ich nicht viel, und ich habe auch weder Engel gesehen noch Stimmen gehoert, aber zu meiner Ueberraschung wurde mir eines Tages klar, dass ich trotz meiner Zweifel tief in meinem Inneren akzeptiert hatte, das die Auffindung des Buches Mormon, die Wiederbringung des Evangeliums, und die Wiederherstellung der Kirche Christi aktuelle und noetige Tatsachen waren. Mit der Berufung Josef Smiths als Profeten hatte ich noch lange Schwierigkeiten, aber das eine folgt unweigerlich aus dem anderen, und wenn der Herr jemanden mit Uebersetzungen historischer Schriften und dergleichen betraut muss man zugeben, dass er dafuer immer Profeten erkor, folglich habe ich auch das schliesslich akzeptiert. Da man zum Glueck nicht alles wissen muss, bevor man sich zur Taufe entschliesst, habe ich dann die letzten vierzig Jahre damit zugebracht, mehr vom Evangelium und den Aufgaben der Kirche zu lernen, und obwohl ich noch vieles nicht ganz erfasst habe, kann ich heute doch sagen, dass es fuer mich nichts logischeres und zugleich wunderbareres gibt als den Plan unseres Himmlischen Vaters, der die Beglueckung der ganzen Menschheit umfasst.

Eigene Erlebnisse

Warum gehen die Mormonen auf Mission?

In meinem Fall ging ich auf Mission, weil ich es dem Herrn schuldig war, der uns Missionare geschickt hatte, die uns zur rechten Zeit gefunden und belehrt haben. Die Sache lag lange brach, aber dann habe ich eines Tages den Fehler begangen, in einem Gebet anzubieten, falls Er wolle, dass ich noch auf Mission gehen sollte, koennte Er mich das wissen lassen. Die Antwort war so eindeutig, dass ich bereits eine Woche spaeter mit unserem Bischof gesprochen hatte und die noetigen Papiere in der Hand hatte. Ich bin mir heute noch nicht sicher, ob ich mit meiner Mission viel erreicht habe, aber sie hat mir viel Spass gemacht, ich persoenlich habe viel gelernt, ich hatte Gelegenheit, viele Leute kennenzulernen und auf eine oder die andere Weise zu beeinflussen, aber bekehrt haben wir nicht mehr als eine Frau. Trotzdem habe ich keinen Zweifel, dass die achtzehn Monate gut angebracht waren, und ich habe auch den Eindruck, dass der Herr damit erreicht hat, was er wollte, und mit meiner Arbeit zufrieden war. Es war eine fantastische Zeit, sich mal nur ganz dem Werk des Herrn widmen zu koennen, das kommt nur selten vor, und war ueberraschend schoen (ich bin im Grunde ein ziemlicher Egoist.) Wenn mein Mann sich pensionieren laesst, und wir Gelegenheit haben sollten, noch einmal zusammen auf Mission zu gehen, werde ich es definitiv begruessen. Es gibt wohl kaum etwas Nuetzlicheres, oder emotional Erfuellenderes, das ich mir zu tun denken koennte, und ich mache mich gerne nuetzlich.

Wie ich meinen Glauben lebe

Wie wohl jeder in der Kirche bin ich sehr als Besuchslehrerin aktiv, und habe im Laufe der Jahre viele verschiedene Berufungen verrichtet, oft als Lehrerin oder Sekretaerin, aber auch mit den kleinen Scouts (hier in Amerika), und der Frauenroganisation in unserer Gemeinde. Es macht viel Spass, und wenn man zu etwas gebeten wird, wovon man absolut keine Ahnung hat, ergibt sich da eine fantastische Lernmoeglichkeit. Langweilig ist es mir also noch nie geworden, und wenn ich anderen helfen kann, macht es erst recht Spass.