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Julia: Mormonen.

Hallo, ich heiße Julia

Zu meiner Person

Ich lese viel und beschäftige mich mit den verschiedensten Dingen. Es gibt so Vieles, was man entdecken und kennen lernen kann! Besonders faszinieren mich fremde und alte Kulturen. Ich finde das ziemlich spannend und überlege deshalb auch, etwas in diese Richtung zu studieren. Momentan arbeite ich in einer Grundschule und vertrete dort Lehrer, die kurzfristig ausfallen. Außerdem helfe ich gelegentlich in einer Flüchtlingsunterkunft. In meiner Freizeit tanze ich Standardtanz, was ich wirklich liebe, und gehe sehr gerne joggen. Zum Glück lebe ich ganz nah an der Natur! Es ist für mich jedes Mal ein schönes Erlebnis, durch Felder, Weiden und Wälder gehen zu können und mich an ihnen freuen zu können. Ich werde in einigen Monaten für anderthalb Jahre auf Mission an den Tempelplatz in Salt Lake City gehen, um dort Menschen davon zu erzählen, an was ich glaube und warum.

Warum ich Mormone bin

Ich bin in die Kirche hineingeboren und war eigentlich mein Leben lang aktiv. Trotzdem musste ich mir mein Zeugnis auch stückweise erarbeiten. Wirklich entwickelt hat sich mein Zeugnis erst, als meine Familie vor einigen Jahren an meinen jetzigen Wohnort umgezogen ist. Die ersten Monate waren nicht leicht für mich. Mir fiel es ziemlich schwer, meinen Platz in dieser neuen Umgebung zu finden, und ich fühlte mich sehr einsam, besonders in der Schule. Doch ich fühlte mich in dieser Zeit von dem Thema "Gott" in einer besonderen Weise angezogen, sodass ich mich mehr damit beschäftigte. Nach und nach drangen mir die Lehren, die ich mein Leben lang schon kannte, immer tiefer ins Herz und sie begannen, mich und mein Handeln langsam zu durchsetzen. Das Evangelium hat mir in schwierigen Zeiten geholfen und danach noch mehr. Ich konnte so viele Wunder erleben, besonders, wenn ich mit meinen eigenen Fähigkeiten und Kräften am Ende war. Das Evangelium selbst ist ein Wunder! Das Sühnopfer kann alle Wunden, die andere Menschen und schwierige Umstände in einem hinterlassen haben, heilen. Man muss diese Lasten nicht mit sich herumtragen, man kann sie wirklich abgeben. Ich weiß, dass das Evangelium nichts anderes als glücklich machen kann, auch wenn man mit Herausforderungen zu kämpfen hat. Es ist eine Quelle an Hoffnung, die niemals aus sich selbst heraus versiegt. Ich weiß, dass diese Kirche wahr ist. Man braucht sie nicht, um überhaupt eine Beziehung zu Gott haben. Geistige Eigenständigkeit ist wirklich sehr wichtig. Aber die Kirche bietet Möglichkeiten, die man anders nicht bekommt. Das sind einzigartige Möglichkeiten zum Dienen, zum Austausch, zu Freundschaften und man kann nur durch das Priestertum, die Macht und Vollmacht Gottes, mit Gott die verbindlichen Bündnisse schließen, die notwendig sind, um wieder bei ihm sein zu können. Ich habe darüber gebetet und hatte ein besonderes Erlebnis durch den Heiligen Geist, durch das ich weiß, dass es so ist.

Eigene Erlebnisse

Warum gehen die Mormonen auf Mission?

Wenn man wirklich erfahren und vor allem gespürt hat, dass Gott sich um jeden einzelnen Menschen kümmert und dass das Sühnopfer, das Jesus Christus für alle Menschen vollbracht hat, etwas Reales ist, dann erfüllt es einen mit so viel Freude und Dankbarkeit, dass man es einfach mit allen Menschen teilen möchte.Man hat so viel Liebe für seine Mitmenschen, dass man nicht möchte, dass sie diese Freude nicht haben. Und Gott möchte das auch, denn er liebt seine Kinder, und deshalb hat er das Gebot gegeben, Missionsarbeit zu machen.

Welche Rolle spielt das Gebet in Ihrem Leben?

Das Gebet ist mir sehr wichtig. Mein Herz füllt sich mit Dankbarkeit und ich werde glücklich, wenn ich dem Herrn für alle Segnungen danke, die ich bekommen habe. Ich empfinde mehr Liebe für meine Mitmenschen, wenn ich für sie und ihre Probleme bete, und ich werde sensibler für die Eingebungen des Heiligen Geistes. Sobald man anfängt, mit dem Vater im Himmel zu sprechen, baut man wirklich eine Verbindung zu ihm auf, die das ganze Leben Stück für Stück verändert.

Geben auch Sie Zeugnis von der Wiederherstellung des Evangeliums!

Ich weiß, dass diese Kirche die einzig wahre Kirche ist, weil ich darüber gebetet habe und eine eindeutige Antwort bekommen habe, als ich es ganz genau wissen wollte. Ich musste ein paar Tage auf die Antwort warten, aber sie kam. Ich hatte auf einmal die Idee, ein bestimmtes Buch zu lesen, das in meinem Bücherregal steht, welches ich aber vorher nie aufgeschlagen hatte. Ich las darin und als ich mit dem ersten Kapitel fertig war, verstand ich auf einmal, was das Besondere an der Kirche Jesu Christi ist, obwohl es in dem Kapitel gar nicht direkt darum ging. Auch wenn viele Menschen, die keine Mitglieder sind, trotzdem gute und tugendhafte Menschen sind, ist diese Kirche die einzige, die alle Wahrheit als Lehre hat, die wir kennen und umsetzen müssen, um die besonderen Ziele zu erreichen, die uns hier ermöglicht werden. Soweit ich weiß, teilt auch keine andere Glaubensgemeinschaft alle diese Ziele mit uns. Es war aber mehr als diese logische Überlegung, denn es kam danach allmählich ein starker geistiger Eindruck, der einfach komplett auf den Gedanken konzentriert war, dass es wahr ist. Es ist schwer mit Worten zu beschreiben, aber es lohnt sich wirklich, das selbst auszuprobieren!

Wie ich meinen Glauben lebe

Der wichtigste Punkt meines Glaubens ist Nächstenliebe und das Dienen. Liebe ist die Macht, die alles zusammenhält und verbinden kann. Zu begreifen, dass Gott uns Menschen alle liebt und in vollem Bewusstsein und mit Weisheit so erschaffen hat, wie wir sind, ist einer der größten Schätze, die man im Leben finden kann. Und wenn man ihn gefunden hat, erfüllt das einen mit so großer Freude, dass sie irgendwann auf die anderen Menschen überschäumt. Man entwickelt die gleiche Liebe, die Gott für einen selbst hat, für seine Mitmenschen, weil man beginnt, sie aus Gottes Perspektive zu sehen. Und der beste Weg, diese Liebe zu zeigen, ist, indem man seinen Mitmenschen dient, d.h. Gutes für sie tut. Ich weiß, dass kein Mensch vollkommen ist und dass es nicht immer leicht ist, jeden zu lieben. Aber ich weiß, dass das das ist, was glücklich macht, wenn man es vor dem richtigen Hintergrund tut, und deshalb bemühe ich mich, freundlich und offen jedem gegenüber zu sein. Eine großartige Gelegenheit, das zu üben, sind Berufungen. Wissenserwerb und Lernen sind auch ein zentraler Punkt meines Glaubens. Ich bin davon überzeugt, dass es wichtig ist, sich so viel Wissen anzueignen, wie es möglich ist, denn dadurch kann man die Welt und seine Mitmenschen viel besser verstehen. Ich habe selbst erlebt, was für eine Freude ein tieferes Verständnis von etwas bringen kann, denn es ermöglicht auch, Dinge zu verändern, zu verbessern. Deshalb bemühe ich mich, so viel zu lesen, wie ich kann, und immer wieder über mich selbst hinauszuwachsen, indem ich neue Dinge ausprobiere.