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Gerold Roth: Unternehmer, Vater, Umweltschutz, Bekehrter, Pfadfinder, Sportler, Mormonen.

Hallo, ich heiße Gerold Roth

Zu meiner Person

Die Schöpfung Gottes hat mich von kleinauf angezogen. Vielleicht habe ich mich deshalb auch beruflich für den Umweltschutz entschieden. In meinem ersten Leserbrief an eine Zeitung prangerte ich die Unsitte an, Abfall in Bäche zu entsorgen. Das war 1966. Seither hat sich viel getan. Ski fahren, segeln, Bergsteigen und andere Outdoor-Aktivitäten mit unseren 6 Kindern sind unvergessliche Erlebnisse. Berufungen für die Kirche Jesu Christi HLT führten mich in viele Länder. Ich traf grossartige Menschen. Durch Ansprachen in Konferenzen, Seminare und Gespräche habe ich eine Ahnung bekommen, warum wir tatsächlich geliebte Kinder eines Vaters im Himmel sind. Es ist mein Herzenswunsch, dass unsere Kinder, Schwiegerkinder und Enkelkinder unablässig daran arbeiten, eine immer tiefere Überzeugung von Jesus Christus als dem Erretter und Erlöser zu entwickeln. Dies gelingt durch Dienst am Nächsten, Umkehr, Sonntagheiligung, Opferbereitschaft, Studium der Heiligen Schriften und Gebet. In schweren Zeiten wird sich erweisen, ob ich den Bündnissen mit Gott treu sein werde. Ich war 7 Jahre alt, als 2 Mormonen Missionare an unsere Haustüre klopften. Mit kindlichem Instinkt wusste ich schnell, dass diese 2 jungen Männer Wahrheit verkündeten. Aufbauend auf dieses Gottvertrauen bemühte ich mich zeitlebens, ein guter Ehemann, Vater, Mormone und Arbeitgeber zu sein.

Warum ich Mormone bin

Ich weiss, dass Gott lebt. Dieses Wissen kommt nicht aus mir selbst, sondern aus einer verlässlichen Quelle: Durch den Geist Gottes oder den heiligen Geist. Ich will das an einem Beispiel festmachen: Im Jahr 1955 kam mein Vater bei einem Zugunglück ums Leben und hinterließ meine Mutter, damals 25 Jahre alt, meinen Bruder (1 Jahr) und mich (6 Jahre). Eine bedrückende Dunkelheit erfasste unsere kleine Familie und Hoffnungslosigkeit griff an unser aller Gemüt. 7 Monate später brachten 2 Missionare die Botschaft von der Wiederherstellung des Evangeliums von Jesus Christus. Ich hörte aufmerksam zu und spürte körperlich und mit dem Verstand, dass Hoffnung und Licht in unser Leben zurückkehrte. Meine Mutter studierte fleissig das Buch Mormon und betete oft um Weisheit und Erkenntnis. Eines Tages, sie hantierte gerade am Sparherd in unserem Behelfsheim, drehte sie sich zu mir und sagte: "Jetzt weiss ich, dass die Kirche wahr ist." Einige Wochen später stieg sie auf ihr Fahrrad, um zu ihrer Taufe zu fahren. Ich blieb mit meinem Bruder zu Hause. Beim Wegfahren hörte ich Mutti singen. In diesem Augenblick drang diese reine Wahrheit in mein Herz: "Das Evangelium Jesu Christi ist eine Kraft, die sogar das bedrückte Herz meiner Mutter heilen kann." So ist das, liebe Leser. Solche herrliche Sachen passieren tatsächlich. Dazu braucht es kein Brimborium, sondern den Wunsch, ewig gültige Dinge für sich selbst zu erfahren

Wie ich meinen Glauben lebe

Wenn wir etwas mit Freude tun, machen wir es auch mit aller Ernsthaftigkeit. Ich nahm an unzähligen Jugendtagungen, Jugendkonferenzen und Pfadfinderlagern teil. Zuerst als Teilnehmer, später als Leiter in verschiedenen Funktionen. Mit guten Freunden organisierten wir Tanzveranstaltungen, Zeltlager, Adventsingen, Flohmärkte, Chordarbietungen. Wir nutzten Räumlichkeiten im Schloss Klessheim, im Großen Festspielhaus, in der Universität Salzburg. Wir zelteten auf den Inseln Dalmatiens oder am Grabensee. Meine Tagebücher sind voll mit unvergesslichen Aktivitäten. Dabei meiden wir Alkohol und Nikotin, wir fluchen (fast) nie und sind auf den Vorteil unseres Nächsten bedacht. Wir beten und singen und segnen die Kranken. Wer möchte nicht Teil einer solchen Gesellschaft sein? Gleichzeitig galt es, unser tägliches Brot rechtschaffen zu verdienen, ein Haus für die große Familie zu bauen und sich für das Gemeinwesen einzusetzen. Beim Bundesheer diente ich ein Jahr. Dort habe ich h u.a. gelernt, wie man eine Schneehöhle baut. Das hat mir später das Leben gerettet. Der Leser mag fühlen, wie sehr wir unserem Gott verpflichtet sein sollen. Er ist unser Hirte. Er weidet uns auf fruchtbaren Auen. Er tröstet uns im Lebenskampf. Er macht die Einsamkeit erträglich. Alles, was gelungen ist, ist mit Ihm gelungen. Und im Versagen weicht Er nicht von unserer Seite. Wenn wir das zulassen.