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Klaus: Pio, Pio's, Pius, swisspio, Mormonen.

Hallo, ich heiße Klaus

Zu meiner Person

Ich ging in Solingen/Deutschland zur Schule, habe dort eine Ausbildung absolviert und ging von 1974 bis 1976 als Missionar für die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) nach Österreich. Eine Erfahrung, an die ich mich immer wieder mit grosser Dankbarkeit erinnere. Anschliessend kehrte ich in meinen Beruf zurück. 1980 heiratete ich. 1985 zog ich mit meiner Familie in die Schweiz, wo ich von da an bis 2009 für einen grossen Versicherungskonzern arbeitete. Ich bin Vater von fünf wunderbaren Kindern und inzwischen zweifacher Grossvater. Die Aufgabe des Familienvaters hat mich sehr gefordert aber stets aber auch mit grosser Freude erfüllt. Heute kann ich aus der Distanz verfolgen, wie sich meine Kindern entwickeln. Zu beobachten, wie sie sich entwickeln und wie oft und gerne sie füreinander da sind, ist eine wunderbare Erfahrung. Ende 2012 habe ich ein zweites Mal geheiratet. Meine Frau Sue stammt aus den USA und hat ihrerseits fünf Kinder, wovon vier noch leben. Für meine Frau und mich ist das Leben nun etwas ruhiger geworden. Seit 2013 arbeite ich an einem ganz besonderen Ort: im sogenannten "Mormonen-Tempel" in Zollikofen. Es ist mir eine Freude an diesem besonderen Ort der Gottesverehrung, der Einkehr und Stille wirken zu können.

Warum ich Mormone bin

Im Alter von 8 Jahren wurde ich mit der Taufe durch Untertauchen, ein offizielles Mitglied der Kirche. Mir war damals durchaus klar, was ich da tat. Ich bin immer gerne zur Kirche gegangen. Das mag vor allem daran gelegen haben, dass ich frei und ohne jeden Druck in diesem Glauben aufgewachsen bin und mir selbst ein Bild von dem machen durfte, was die Kirche lehrt und welche Auswirkungen diese Lehre auf mich und viele andere Menschen hat. Mir sind im Laufe der Jahre vier Dinge besonders klar geworden: 1) Es ist unerlässlich, dass wir Jesus Christus erkennen und dann seinem Beispiel und seinen Lehren folgen. 2) Christus hat während seines irdischen Wirkens nicht nur gelehrt, sondern in Vorbereitung darauf, dass er eines Tages von seinen Nachfolgern Abschied nehmen würde, eine Kirche gegründet UND organisiert. Dies zu dem Zweck, dass unter seinen Anhängern Einheit im Glauben und in der Lehre vorherrschen möge und sie nicht "wie Blätter im Wind hin- und hergetrieben" würden. 3) Die Gründung der Kirche erfolgte, in dem er unter anderem Apostel und Hirten auf die richtige Weise berief und mit der dazu notwendigen Vollmacht ausstattete. 4) Gott spricht auch heute durch auf die gleiche Weise berufene Propheten und Apostel zu uns. Er will uns damit nicht einengen, sondern frei machen von dem, was uns sonst über kurz oder lang schaden, verwirren und in eine falsche Richtung führen würde - weil er uns liebt und das noch viel mehr als ich meine leiblichen Kinder zu lieben vermag.

Eigene Erlebnisse

Inwiefern hat das Buch Mormon Ihnen geholfen, den Zweck des Lebens zu verstehen?

Vorweg: Das Buch Mormon ist kein Ersatz für die Bibel als Heilige Schrift und war es auch nie. Das Buch Mormon ist neben der Bibel ein weiterer Zeuge für Jesus Christus. Es war von Gott immer beabsichtigt, dass die Bibel und das Buch Mormon gemeinsam als Zeugen für Jesus Christus auftreten und vor allem auch gebraucht werden. Wenn mein Bruder und ich seit unserer Kindheit ein eigenes Tagebuch führen, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr gross, dass darin unserer Eltern eine wichtige Rolle spielen. Unsere Nachkommen bekommen am ehesten ein genaues Bild ihrer Grosseltern, wenn sie sowohl die Schilderungen meines Bruders als auch meine Berichte lesen. Immer davon ausgehend, dass unsere Eltern ihre Kinder gleich behandelt und erzogen haben. Durch das Lesen beider Heiliger Schriften (Bibel und Buch Mormon) bekommen wir ein besseres Verständnis von der Mission Jesus Christi und seinen Lehren. Ich empfehle jedem, das Buch Mormon aufrichtig zu prüfen und Gott zu fragen, ob es wahr ist.

Wie ich meinen Glauben lebe

Im Heim meiner Eltern wurde das Prinzip: "ein Glaube ist nur dann ein richtiger Glaube, wenn er auch gelebt wird" aktiv angewandt. Schon als Kind konnte ich beobachten, wie meine Eltern im Dienst an ihren Mitmenschen aufgingen. Das taten sie innerhalb und ausserhalb der Kirche. Sie fragten dabei nie nach Religionszugehörigkeit oder Herkunft. Jeder war in ihren Augen gleich und war in unserem Zuhause stets willkommen. An unserem Mittagstisch sassen im Laufe der Jahre Menschen aus allen Himmelsrichtungen. Mein Vater liebte es hin und wieder über den Zaun zu blicken, in dem er die Versammlungen anderer Glaubensgemeinschaften besuchte. Nicht selten nahm er mich mit. Das hatte einen grossen Einfluss auf mein Weltbild und half mir, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu entdecken, aber auch zu vergleichen. Auf der einen Seite lehrte ich religiöse Toleranz und auf der anderen Seite nahm die Dankbarkeit für all das, womit ich als Mitglied der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage gesegnet bin, stetig zu. Meiner Frau Sue und mir macht es, wenn wir nicht gerade den Kontakt zu unseren Kindern pflegen, grosse Freude, anderen Menschen zu dienen. Das Leben hat uns zu vielen Erfahrungen verholfen, die wir nun gerne weitergeben. Besonders an Jugendliche, die sich mit den grossen Herausforderungen der Gegenwart konfrontiert sehen. Seit kurzem betreuen meine Frau und ich junge alleinstehende Erwachsene unserer Gemeinde. Ausserdem diene ich als einer von fünf Organisten in unserer Gemeinde. Musik war und ist stets ein wichtiger Teil meines Lebens. Ich bin ein Freund guter moderner Musik. Am meisten wird mein Empfinden durch die Musik des "Mormon Tabernacle Choirs" geprägt. Dieser Chor war mir in besonders schwierigen Episoden meines Lebens mit seiner wie ich es nennen möchte, himmlischen Musik ein treuer Begleiter, Tröster und Motivator. Eine weitere erfüllende Aufgabe ist die des Heimlehrers. Mein jüngster Sohn und ich betreuen drei Familien unserer Gemeinde.