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Mirjam: Mutter, Autor, Neumünster, Delingsdorf, 38, JD, Mormonen.

Hallo, ich heiße Mirjam

Zu meiner Person

Ich bin trotz aller Herausforderungen dankbar zu leben. Ich habe unter anderem Freude am Schreiben, Lesen, Zeichnen und Beobachten. Ich gehe sehr gern raus in die Natur und ich mag tiefsinnige und persönliche Gespräche.

Warum ich Mormone bin

Ich bin dieser Kirche beigetreten, weil ich die Lehre Jesu Christi wie sie hier gelehrt wird, für wahr halte. Gerade weil ich alle möglichen Themen gern tiefgründig und ernsthaft beleuchte und auch möchte, dass ein Glaubenskonzept in sich schlüssig und alltagstauglich ist, bin ich von dieser Kirche begeistert. Durch meine Lebensumstände war ich früh gezwungen mir eine eigene Meinung zu bilden und einen eigenen Standpunkt zu finden. Durch die Lehre der Kirche, dass jeder Mensch die nötigen Antworten von Gott selbst bekommen kann, habe ich den Mut aufgebracht eben diese Offenbarungen zu erbitten. Ich war von ganzem Herzen bereit, dann dementsprechend zu handeln… und habe alle Antworten, Offenbarungen und emotionalen Bestätigungen vom Vater im Himmel und durch den Heiligen Geist bekommen, die ich für diesen Entschluss brauchte. Ich kann nun mit Sicherheit bezeugen, dass diese Lehre von Gott stammt. Ein ganz wesentlicher Punkt ist für mich die hier vorhandene Vollmacht, von deren Wahrhaftigkeit ich überzeugt bin. Beindruckend finde ich auch, wie professionell diese Kirche organisiert und strukturiert ist. So habe ich alles was ich brauche, um Christus näher zu kommen und ihm erfolgreich nachzufolgen.

Eigene Erlebnisse

Wie sind Sie durch das Buch Mormon Gott nähergekommen?

Schon früh im Leben hat mich die Geschichte im Buch Mormon beeindruckt, wo der unerschütterliche Glaube von Alma und Amulek beschrieben wird. Also habe ich darum gebetet, Gott möge mir helfen selbst so einen unerschütterlichen Glauben zu entwickeln. Die nächsten 15 Jahre habe ich erlebt, wie mein Glaube immer wieder erschüttert wurde... (irgendwie hatte mir keiner eine Vorwarnung zu solchen Gebeten gegeben)... naja, jedenfalls bin ich durch diese Erfahrung am eigenen Leib Gott wirklich sehr viel näher gekommen. An einem Punkt ging es mir so schlecht, dass ich mich gezwungen fühlte endlich vollkommen auf Gott zu vertrauen oder mich abzuwenden. Ich habe meinen Glauben zusammen genommen und jedes Restrisiko in Kauf genommen und Gott mein ganzes Vertrauen geschenkt. Seit dem ist ein innerer Friede in mein Leben eingekehrt, der mir äußerst kostbar ist. So oft ich im Buch Mormon lese, so oft finde ich dort persönliche Vorbilder und Beispiele, denen ich nacheifern möchte und durch die ich Schritt für Schritt noch näher zu Gott finde. Dieses Buch ist von unschätzbarem Wert für mich!

Was hilft Ihnen, Ihre Familie erfolgreich von unerwünschten Einflüssen abzuschirmen?

Ich habe mich gründlich selbst mit dem Thema "Medien" beschäftigt und eine Art Ernährungspyramide für die Seele entworfen. Ich möchte, dass alles was ich mir aus feien Stücken ansehe, anhöre oder was ich lese oder spiele, eine lehrreiche oder nützliche und gute Wirkung auf mich hat. Dadurch, dass ich selbst immer vollkommener nach diesem Maßstab handele, kann ich auch meine Kinder darüber aufklären und sie einladen meinem Beispiel zu folgen. Ich habe Analyse Fragen entwickelt, die wir auf alle Medienprodukte anwenden können um zu prüfen, welchen Nährwert diese haben könnten oder welches Gift vielleicht in ihnen steckt. Dieses Thema hat unser zu Hause zu einem ruhigeren und besseren Ort gemacht. Der "Schirm" den ich aufspanne, besteht aus einem klaren Verstand und der direkten Frage: Was würde Jesus tun, hören, sehen, lesen und spielen?

Geben auch Sie Zeugnis von Joseph Smith!

Von zahlreichen Zeitgenossen Joseph Smiths wurde bekundet, dass er ein Ehrenmann war. Uns ist heutzutage vielleicht nicht mehr bewusst was dieser Titel bedeutet. Ehrenmänner waren ehrlich, fleißig und konstruktiv. Zuverlässigkeit und edle Beweggründe zeichneten sie aus. Sie hatten eine saubere Sprache und gingen respektvoll mit anderen um. Ich bezeuge dass Joseph Smith all diese und weitere Eigenschaften besaß und stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat. Er hatte ein reines Herz und eine Glaubenstreue zum Herrn die ihresgleichen sucht. Menschen wie ihn könnten wir in unserer Zeit dringend mehr gebrauchen. Was auch über ihn gesagt wird, die Früchte die sein Leben und Wirken hervorgebracht hat sind edel und rein. Seine Biographie und Lebensart mögen mir in zahlreichen Punkten unverständlich bleiben bis ich ihn treffe... doch sein Wesen und Charakter sind mir ein leuchtendes Beispiel und ich danke Gott für diesen wahren Propheten!

Welche Segnungen haben Sie durch Ihren Glauben an Jesus Christus empfangen?

An Jesus Christus zu glauben bedeutet für mich einer großartigen Identität zuzustimmen. Diese Zustimmung beinhaltet so unendlich viele Segnungen, dass ich es kaum fassen kann. Ein paar davon möchte ich hier nennen. Der Glaube an Jesus Christus: - macht mich veränderungsbereit - gibt mir einen ewigen Blickwinkel - zeigt mir wie ich einen edlen Charakter entwickeln kann - ermutigt mich ein konstruktives Leben zu führen - schenkt meiner Seele Frieden - lässt mich den Begriff Hoffnung verstehen - überträgt mir feierliche Verantwortungen die sich positiv auf mich und meine Umwelt auswirken - erfüllt mich mit Mut, Entschlossenheit, Kraft und Liebe - bewegt mich zu Umkehr und Vergebung Durch jede genannte Segnung entfalten sich in meinem Leben gute Gedanken, Gefühle und Kräfte und all dies bewirkt gute Taten. Mein Glauben an Christus hat positiven Einfluss auf meine gesamte Existenz und schenkt mir Freude. Ich erlebe geistige, seelische und praktische Segnungen durch diese Glaubenskraft. Z.B. begreife ich durch meinen Glauben an sein zweites Kommen all die weltbewegenden Veränderungen auf dieser Erde als notwendige Folge der menschlichen Handlungsfreiheit und kann mir trotz Not die Hoffnung auf eine bessere Zukunft bewahren. Das Gefühl zu glauben gibt mir außerdem ein Gefühl der Freiheit und Unabhängigkeit gegenüber allen äußeren Umständen, denn innerlich bleibe ich mit diesem Glauben in Herz und Sinn reich. Der Glauben ist eine rettende Kraft in meinem Leben.

Welche Rolle spielt das Gebet in Ihrem Leben?

Ich brauche das Gebet. Ich knie mich jeden Morgen als erstes an mein Bett und bitte den Herrn mir mein Handeln zu weihen, damit es mir zum Wohlergehen meiner Seele gereiche (siehe 2 Ne 32:1). Das ist wie eine kurze Besinnung zur Konstruktivität. Ich berichte dem Herrn außerdem sehr ausführlich von dem was andere um mich herum tun, so vermeide ich auch Klatsch und Tratsch. Wenn der Herr weiß wie mir zumute ist, welche Sorgen ich habe oder wovon ich enttäuscht bin, was ich mir erhoffe und wodurch ich mich benachteiligt fühle, dann kann ich Dinge besser ruhen lassen und darauf vertrauen, dass Gott alles zum Guten wenden wird, sofern wir es zulassen. Manchmal ist das Gebet wie eine Befreiung. Oft bete ich auch nur, um zu danken... denn die Kraft und Gabe der Dankbarkeit ist für mein Leben enorm wichtig. Wenn ich mir bewusst Zeit nehme um zu danken, geht es mir immer hinterher viel besser und ich kann meinen inneren Frieden besser bewahren. Im Gebet lerne ich den Herrn kennen. Ich stelle ihm Fragen und achte dann im weiteren Verlauf des Lebens auf neue Erkenntnisse dazu. Zu beten ist für mich eine wunderbare Tradition.

Wie hat der Heilige Geist Ihnen schon geholfen?

Der Heilige Geist ist für mich als klares Gefühl spürbar und durch klare Gedanken. Er hat mir gerade wieder geholfen die Heiligen Schriften besser zu verstehen und auf mich anzuwenden. Er hilft mir derzeit außerdem dabei die Gabe der Sanftmut zu verstärken. Ich habe gelernt mich von ihm bremsen, beschleunigen, lenken und belehren zu lassen. Er hilft mir in der Gemeinde und im Umgang mit meinen Mitmenschen nicht gleich jeden Gedanken auszusprechen, sondern auch noch auf die richtige Zeit zu achten. Wenn er mir Wahrheiten offenbart, dann hilft mir das einen sicheren Kurs zu setzen und seelisch gesund zu bleiben. Durch den Heiligen Geist kann ich auch die Engel in meiner Umgebung besser verstehen und viel von ihnen lernen. Wenn ich bekümmert bin oder verzweifelt, dann hilft mir der Heilige Geist mich dem Trost des Heilands und seiner Hoffnung zu öffnen. Ich danke dem Herrn für die Gabe des Heiligen Geistes.

Wie ich meinen Glauben lebe

Ich liebe das Lernen, also besuche ich regelmäßig die Versammlungen der Kirche. Außerdem nehme ich an den Generalkonferenzen teil und höre die Botschaften anschließend gern bei der Hausarbeit wieder und wieder, um noch mehr davon in die Tat umzusetzen. Ich finde es wichtig Kinder und Schulen zu unterstützen, also bringe ich mich nach Bedarf tatkräftig mit ein. Ich versuche meinen Glauben auch durch das Schreiben von kurzen und praktischen Büchern weiter zu geben, die aktuelle Themen aufgreifen… wie z.B. unseren Medienkonsum. Ich nehme mir Zeit für meine Familie. Oft schreibe ich kurze Ansprachen zu Gedanken aus meinem Schriftstudium auf und bewahre sie in meinen Schriften auf, um immer spontan bereit zu sein zu sprechen. Ich nehme mir Zeit für alle Aufgaben in der Kirche, die an mich heran getragen werden. Ich liebe die Familienforschung.