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Oli: China, Kanada, Kunst, Toleranz, Student, Ehe, Mormonen.

Hallo, ich heiße Oli

Zu meiner Person

Für meine Bildung habe ich mich für den akademischen Pfad entschieden und meinen Magister in Sinologie (Chinastudien) abgeschlossen. Meine wahre Leidenschaft liegt aber in meinen Händen. Ich schreibe sehr gerne Tagebuch (ununterbrochen seid meinem zehnten Geburtstag!), zeichne und spiele den Heimwerker indem ich im Haus repariere, was ich nur kann. Ich habe meine reizende Gattin in China kennengelernt, während ich die dortige Sprache lernte. Es stimmt, ohne jedes wenn und aber, dass wir uns ohne die Kirche nie getroffen hätten, da wir einer 17-Mio.-Stadt wohnten, und es dort nur einen Versammlungsort für die Heiligen der letzten tage gibt. Das Evangelium war eine Konstante in meinem Leben. Und das begann bestand 19 Jahre lang in Deutschland. Es führte mich dann nach England für meine Mission, nach China (wie schon erwähnt) und schließlich nach Kanada. Die Landschaft, das Klima und die Kultur verändern sich gewiss, aber die Gemeindehäuser und Tempel der Kirche waren für mich immer wie Botschaften, die mir einen Ort der Geborgenheit und Vertrautheit boten.

Warum ich Mormone bin

Ich wurde in die Kirche hineingeboren. Meine Taufe, die mich offiziell zu einem Mitglied machte, kam natürlich erst, als ich acht Jahre alt war, aber auch inoffiziell war die Kirche ein Kernpunkt in meinem Leben. Wr beteten vor Mahlzeiten und längeren Reisen, gingen jeden Sonntag drei Stunden lang zur Kirche, zwischen 14 und 18 Jahren ging ich sogar werktags zum Seminar am frühen Morgen, um 6:00 Uhr! Die Summe all dessen, was ich gelernt, gehört und getan habe hatte mir ein feines Gespür für all die kleinen und großen Segnungen und Wunder verschafft, die man tagtäglich erlebt. In meinen Augen ist es das, worum es bei Religion geht. Ich habe noch keine andere Gewalt (in der Natur, durch das Gesetz oder in der Physik) erlebt, die mit solcher Kraft Menschen dazu bewegen kann, optimistisch und hilfsbereit zu sein, auf Mitmschen zu achten, bereitwillig anderen etwas abzugeben und zu dienen. Unter verdienter Nichtachtung für all das Übel das verübt wurde, wenn Menschen Religion missbraucht haben (was Gläubigen im Internet oft um die Ohren geschlagen wird), gibt es nichts, das sich mit der Kraft hin zum besseren vergleichen, die wahren Gläubigen innewohnt. Es holt aus den Menschen das beste heraus, und wenn man einer von denen ist, ist man Mitglied einer sehr kleinen Gruppe. Ich tue weiterhin alles was ich kann, um evangeliumsgemäß zu leben, weil es mein alles andere überragendes Ziel ist, ein Mitglied dieser kleinen Gruppe zu werden. Man muss sich darüber klar sein: Mitglied einer oder der Kirche zu sein reicht bei weitem nicht aus. Damit fängt es nur an. Jemand zu sein, der Glauben hat, ein Jünger Christi, ein Heiliger oder ein wahrer Nachfolger guter und wahrer Lehren ist ein weitaus höheres Niveau religiösen Lebens.

Wie ich meinen Glauben lebe

Ich würde sagen, dass ich im Rahmen der Grundsätze des Evangeliums ziemlich viele und vielfältige Aktivitäten und Ereignisse miterlebt habe. INNERHALB der Kirche war ich leitender Position und als Lehrer für Jugendliche und Erwachsene beschäftigt. Ich habe auch den Führungskräften der Kirche dabei geholfen, Gottesdienste abzuhalten und große und kleine Unternehmungen zu organisieren, von Spieleabenden bis hin zu ausgewachsenen Bällen. Und natürlich war ich auch auf Mission, im wunderschönen Südengland. Mindestens genauso wichtig ist jedoch, was ich WEGEN der Kirche tue. Jeden Tag bemerke ich viele male, wie ich eine Situation nach dem einschätze, was ich mein Leben lang gelernt hatte, und wie ich mich frage, ob ich einen Unterschied zum Besseren hin bewirken kann. Das hat zu fast unbedeutenden Situationen geführt, wie zum Beispieleiner Dame auf der Straße die schweren Taschen zu tragen, aber auch zu lebensverändernden Momenten, wie zum Beispiel eine Person mit nur geringer Hoffnung für die Zukunft davon zu überzeugen, dass das Leben mit dem Evangelium sich zum besseren wendet. Mein Wunsch, irgendwie nützlich zu sein, hat auch dazu geführt, dass ich einige Eigenheiten entwickelt habe. In meinen späteren Schuljahren fing ich damit an, Gegenstände wie Locher, Hefter oder Klebeband in die Klassemitzubringen, die ich zwar selbst nie benutzte, andere dagegen sehr wohl. Und so war es auch. Dieses Verhalten hat sich auf meinen Alltag ausgeweitet. Darum schleppe ich immer einen riesigen Rucksack mit mir herum. Drin ist ein Sortiment an Gegenständen und Werkzeugen, das den Vergleich mit einem kleinen Heimwerkermarkt nicht zu scheuen bräuchte. Und das nächste mal wenn ich einer Person, die sich mit wackeliger Ladung auf dem Gepäckständer abquält, mit ein bisschen Schnur zum Festzurren aushelfen kann, dann weiß ich, dass ich immer noch richtig damit liege. Meistens ...