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Karl: Ingenieur, Familie, Glück, nachhaltig, Gebet, Mormonen.

Hallo, ich heiße Karl

Zu meiner Person

Ich hatte das Glück, dass meine Eltern bereits bei meiner Geburt Mormonen waren. Dies hat mich nachhaltig beeinflußt und mich zielstrebig zum Aufbau meiner eigenen Familie motiviert. Inzwischen haben meine Frau und ich 5 Töchter, 3 Schwiegersöhne und 6 Enkelkinder. Schon als Kind wollte ich immer genau wissen, wie Dinge funktionieren. Dies hat mich motiviert, Elektrotechnik an der damaligen Universität Hannover zu studieren. In meinen ersten 9 Berufsjahren habe ich an der Entwicklung eines GPS-Empfängers (Satellitennavigation) mitgearbeitet. Seit über 20 Jahren arbeite ich seitdem als Entwicklungsingenieur in der Glasindustrie. Mein Beruf ist auch mein Hobby. Es bereitet mir viel Freude, anderen dadurch auch helfen zu können, Dinge besser und einfacher zu erledigen.

Warum ich Mormone bin

Irgendwann wollte ich als Jugendlicher selber wissen, ob die Lehren der Kirche Jesu Christi wirklich von Gott kommen. So habe ich dann im Buch Mormon gelesen und regelmäßig gebetet. Noch bevor ich 14 Jahre alt war, habe ich dann Antworten durch die Macht des Heiligen Geistes bekommen, die mich nachhaltig überzeugt haben. Seit dieser Zeit haben meine Lebenserfahrungen und das regelmäßige Studium der Heiligen Schriften sowie der Worte der lebenden Apostel und Propheten diese Überzeugung ständig gestärkt und verfeinert. Auch meine Beobachtungen in leitenden Aufgaben innerhalb der Kirche haben mir bewiesen, dass der einzige sichere Weg zu andauerndem und nachhaltigem Glück darin besteht, unserem Herrn Jesus Christus mit ganzer Kraft zu folgen, so wie Er seinen Willen in der Kirche Jesus Christi lehren läßt.

Eigene Erlebnisse

Was hat zu mehr Einigkeit in Ihrer Familie beigetragen?

Allgemein haben wir bemerkt, dass die täglichen Familiengebete, der wöchentliche Heimabend und auch gemeinsame Aktivitäten mit der ganzen Familie die Einigkeit seht gefördert haben. Besonders begeisteret waren die Kinder, wenn wir gemeinsam im Garten gearbeitet haben oder in den Urlaub gefahren sind. Wir haben festgestellt, dass wir die Einigkeit in unserer Familie sehr stärken konnten, wenn wir Familienprobleme während unseres Heimabends und in unseren persönlichen und den Familiengebeten angesprochen haben und unseren Herrn um Hilfe gebeten haben. Oft haben wir dann erlebt, dass alle mehr darum besorgt waren und dass sich das Problem nach einiger Zeit lösen ließ.

Erinnern Sie sich an eine schwere Zeit im Leben Ihrer Familie, die Sie dank der Grundsätze des Evangeliums meistern konnten?

Seit Jahrzehnten wird uns in der Kirche gelehrt, dass wir für schlechte Zeiten vorsorgen sollen. Gleich nach unserer Hochzeit haben wir damit angefangen, einen Jahresvorrat aufzubauen. Regelmäßig haben wir dafür Esswaren eingekauft und mit dem Fahrrad nach Haus gebracht. Nach etwa einem Jahr hatten wir unser Ziel erreicht. Drei Jahre nach unserer Hochzeit haben wir begonnen, ein Haus zu bauen. Wir zogen schon ein bevor es ganz fertig war, um die Miete zu sparen und effizienter fertig werden zu können. In dieser Phase mußten wir hohe Zinsen zahlen. Diese wurden erst geringer, nachdem das Haus ca. 9 Monate später offiziell als fertig anerkannt war. Wir stellten schnell fest, dass unser Geld extrem knapp wurde und waren darum sehr dankbar, dass unser Vorrat vorhanden war und wir diese schwierige Zeit damit gut meistern konnten.

Welche Rolle spielt das Gebet in Ihrem Leben?

Morgens und Abends persönlich und mit der Familie zu beten gehört zu einem nicht wegzudenkendem Teil meines und unseres Lebens. Es war eine besondere Erfahrung, schon unsere Babies daran teilhaben zu lassen und zu sehen, wie sie im Laufe der Zeit auch eine feste Beziehung zu unserem Himmlischen Vater entwickelt haben. Eines Tages dachte meine Frau, dass sie nicht mit jedem Kind extra das Morgengebet sprechen brauche, wenn diese beim Familiengebet noch geschlafen hatten. An diesem Tag verunglückte unsere ca. 3 jährige kleine Tochter an der Treppe. Dies hat ihr deutlich vor Augen geführt, dass das Gebet mit jedem Kind wichtig ist, damit wir den Schutz des Himmels für diesen Tag haben. Sie hat es seither nie mehr verpasst und wir waren bisher auch sehr beschützt. Einmal haben wir als Familie gemeinsam gebetet und den Herrn gefragt, ob wir das Angebot annehmen sollten, ein Auto günstig zu kaufen, für dass wir nicht genug Geld hatten und ein Darlehen hätten aufnehmen müssen. Wir kamen zu der Entscheidung, dieses Angebot abzuschlagen. Eine unserer Töchter war damit nicht sehr glücklich. Einige Monate später hatten wir ein unerwartetes Zusatzeinkommen und bekamen ein viel besseres Auto extrem günstig und ohne Schulden machen zu müssen. Ich habe einige Momente großer Sorge erlebt, wo meine Gebete auf erstaunlich schnelle und besondere Weise beantwortet wurden. Am häufigsten erlebe ich, dass ich während meiner Gebete neue Ideen bekommen, wie ich Dinge angehen sollte. Dies ist für mich von unschätzbarem Wert.

Wie können Sie mit Ihren Talenten und Gaben anderen Gutes tun?

Meine Eltern haben uns angehalten, Klavier zu üben und auch regelmäßig Unterricht zu nehmen. Lange Zeit ist mir dies sehr schwer gefallen. Meine Ansicht hat sich schlagartig geändert, als ich als Missionar öfter in Gemeinden war, wo niemand den Gesang auf dem Klavier begleiten konnte. Es erfüllte mich mit besonderer Freude, wenn ich diesen Mißstand durch mein nun brauchbares Talent beheben konnte. Auch seither habe ich oft die Gelegenheit gehabt, auf diese Weise Gottesdienste zu bereichern. Als unsere Kinder noch klein waren, habe ich beim Familienabend das Klavier zum Gesang der Familie gespielt. Wir haben dafür gesorgt, dass alle unsere Kinder Klavierunterricht bekommen haben. Wenn sie mal nicht üben wollten, sagte ihnen meine Frau oft, dass ihr Papa hart für die Bezahlung des Unterrichtes arbeiten muß und dass sie deshalb wenigstens fleißig üben sollten. Diese Worten führten in der Regel zum gewünschten Erfolg. Inzwischen spielen sie besser als ich und begleiten unseren Gesang in der Familie und in der Kirche. Dies erfüllt mich mit viel Freude und Dankbarkeit. Ähnliche Erfahrungen habe ich bei Umzügen der Geschwister aus meiner Kirchengemeinde gesammelt, wo ich oft mit meinen elektrotechnischen Talenten helfen konnte, Lampen und Elektroherde anzuschließen. Es war immer eine besondere Erfahrung, als Gemeinschaft jemanden beim Umzug zu helfen und so dazu beizutragen, dass Kosten und Zeitaufwand für ein solches Unternehmen in engen Grenzen gehalten werden konnten.

Wie ich meinen Glauben lebe

In meiner Jugend war ich 2 Jahre als Missionar der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage (Mormonen) unentgeldlich in England tätig. Seitdem hatte ich immer eine Berufung in der Kirche - auch einige leitende Aufgaben. Es war mir damals und ist mir bis heute immer einer große Freude, Menschen zu helfen, die große Freude zu finden, die sich einstellt, wenn man sich bemüht, die Lehren des Herrn Jesus Christus in seinem Leben anzuwenden.