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Kirstin: Gebet, Musik, Bekehrte, Glaube, Alleinstehend, voll Berufstätig, Mormonen.

Hallo, ich heiße Kirstin

Zu meiner Person

Ich bin gerade 34 geworden, bin eigentlich ein lebenslustiger Mensch. Meine Hobbys und Interessen sind sehr vielseitig. Schwimmen, tanzen, Kunst, Handarbeit, Musik, Menschen kennen lernen, Freunde treffen, kochen, mein Garten, meine Katzen, Tiere im allgemeinen, und vieles mehr. So viel, dass ich nur wenig Zeit für alles habe. Einige Dinge habe ich schon sehr lange nicht mehr gemacht. Ich arbeite in einem Hotel an der Rezeption und habe Schichtdienst. Das war nicht immer so. Dies ist nur, weil auf den Kanaren mit meinen Sprachkenntnissen (Deutsch, Englisch, Spanisch) die Arbeit an der Rezeption eine der naheliegendsten ist. Leider schränkt einen diese Arbeitsweise sehr ein. Wochenende und Nächte müssen auch gearbeitet werden. So kann ich leider nicht mein Leben so gestalten, wie ich möchte. Aber alles hat seinen Sinn und Zweck. Ich werde wieder nach Deutschland zurückkehren. Dank meiner hier gewonnenen Erfahrungen werde ich dort arbeiten können und wieder voll an den kirchlichen Aktivitäten teilnehmen können.

Warum ich Mormone bin

Als ich die Missionare traf, sprach ich sie an, weil ich unbedingt das Gefühl hatte, dies zu müssen. Ich wusste nicht, wer sie waren, wen sie vertraten, nichts, erst in diesem Gespräch erfuhr ich davon. Die beiden gaben mir ein Buch Mormon und fragten, ob wir uns über ausführlichere Informationen nicht in deren Gemeindehaus treffen wollten. Ich willigte ein. Ich begann, das Buch Mormon zu lesen und die Lektionen über die Lehren der Kirche zu erhalten. Alles, was ich dort hörte, waren die Antworten auf meine Fragen. Was ich vorher schon in der evangelischen Kirche fragte und man mich mit einem spöttischen Lächeln abtat, alles war hier so selbstverständlich und hervorgehoben. Wer bin ich, woher komme ich, wohin gehe ich. Alles beantwortet. Auch lernte ich etwas sehr wertvolles kennen. Das wiederhergestellte Priestertum. Und welchen Segen es mir schon gebracht hat seit dem ich Mitglied der Kirche wurde, ist unvorstellbar. Nur hier gibt es die von Gott erteilte Autorität, zu segnen, zu verordnen, zu siegeln, zu helfen, kurz, zu dienen. Ich weiß, dass dies die von Gott wieder hergestellte Kirche ist und das Jesus Christus über sie präsidiert. Ich weiß, dass das Buch Mormon eine wichtige Ergänzung zur Bibel ist, denn es ist unverfälscht und enthält die Fülle des Evangeliums. Ich weiß, dass Gott mit uns über Gebet, Schriftenstudium und durch seine Profeten spricht. Wir haben auch jetzt wieder einen Profeten auf der Erde, der uns leitet. Ich habe in den 14 Jahren seit meiner Taufe so viele Wunder gesehen, ich weiß, dass dies der einzige Weg ist, wieder zu meinen Himmlischen Eltern zurückzukehren und mit meiner Familie ewig zusammen sein zu können. Im Namen Jesu Christi, Amen.

Eigene Erlebnisse

Welche Rolle spielt das Gebet in Ihrem Leben?

Das Gebet spielt die wohl größte Rolle in meinem Leben. Ich bete eigentlich ständig. Das soll nicht heißen, dass ich ständig mit gefalteten Händen irgendwo knie. Aber ich spreche eigentlich den ganzen Tag mit meinem Himmlischen Vater und höre auch gut hin, um seine Antworten zu verstehen. Ich weiß aus Erfahrung, dass nicht alles, was er mir rät, mir auch gefällt. Aber das geht mir mit den Ratschlägen meiner irdischen Eltern auch so. Er hat aber eine bessere Perspektive auf mein Leben und will schließlich nur mein Bestes. Ich weiß, wie sehr er mich und alle seine Kinder liebt. Und wenn ich den Einflüsterungen des Geistes Folge leiste, auch wenn ich dem Moment nicht verstehe, warum ich so handeln soll, kommt am Ende immer das für mich Beste heraus. Auch wenn ich diese Alternative vielleicht gar nicht wahrnahm oder bedachte. Ich weiß, ich kann dem Himmlischen Vater voll vertrauen. Oft habe ich seine Ratschläge missachtet. Und nicht immer hat das zu Katastrophen geführt. Aber es hätte auch alles einfacher sein können. Das ist manchmal eine etwas harte Schule. Aber ich habe die Freiheit, mich zu entscheiden. Ich kann nur sagen, mich für den Herrn zu entscheiden ist grundsätzlich der schönere Weg. Ich bin nie allein. Und ich kann darauf vertrauen, dass alles schon so wird, wie es am richtigsten für mich ist.

Wie ich meinen Glauben lebe

Als ich gerade 20 war, traf ich Missionare auf der Straße in der Stadt, in der ich meine Ausbildung machte. Ich sprach sie an und wir hatten ein sehr intensives Gespräch über Glauben, Gott, die Welt und wer wir sind und wer wir sein können. Ich ließ mich kurz danach taufen und seit dem bin ich glücklich über diese Entscheidung. Ich habe ein Zeugnis, dass diese Kirche die Schlüssel hat, mit denen ich wieder zu meiner Himmlischen Familie zurückkehren kann. Ich beendete meine Ausbildung und arbeitete in der Buchhaltung eines großen Unternehmens, wo meine Tätigkeit sehr auf einen kleinen Bereich beschränkt war. Nach einem Jahr ging ich aus Deutschland weg nach Spanien, um meine Sprachkenntnisse zu verbessern. Ich hatte dort zunächst wenig Glück mit der Arbeitssuche. Aber ich wusste, ich sollte dort sein. Schließlich fand ich eine langfristige Arbeit und blieb. Ich fand schnell Anschluss in der Gemeinde hier und fühlte mich sehr wohl. Doch hier auf den Kanaren ist der Lebensrhythmus nicht wie in Deutschland. Schnell konnte ich weder zur Kirche noch sonstige Hobbies und Freizeitbeschäftigungen ausüben. Dabei liebe ich tanzen, schwimmen, singen, kreative Arbeiten wie nähen oder ähnliches. Der Schichtdienst bestimmte den Alltag. Irgendwann konnte ich den Arbeitsplatz wechseln. So ist es jetzt wieder möglich, die Kirche zu besuchen, wenn auch nicht jede Woche. Aber ich hatte die ganze Zeit das Gefühl, ich sollte bleiben. Ich blieb. Nun habe ich die Chance, wieder nach Deutschland zurückzukehren. Ein Arbeitsangebot entstand nur aus dem Grund, dass die Erfahrungen, die ich hier machen konnte, in dieser Position benötigt werden. Wenn ich damals ging, ohne zu wissen warum, kann ich nach 10 Jahren sagen, Himmlischer Vater, Danke.