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Was ist Glaube?

Offizielle Antwort

Glaube ist die Hoffnung „auf etwas, was man nicht sieht, was aber wahr ist“ (siehe Buch Mormon, Alma 32:21; siehe auch Hebräer 11:1). Jeden Tag handeln wir, um zu erreichen, worauf wir hoffen – obwohl wir das Ergebnis noch gar nicht sehen können. So ist es auch mit dem Glauben.

Der Glaube an Gott ist mehr als nur eine theoretische Angelegenheit. An Gott zu glauben heißt ihm zu vertrauen, sich auf ihn zu verlassen und bereit zu sein, entsprechend diesem Glauben auch zu handeln. Glaube ist ein Grundsatz, der zu Werken führt und in dem Macht liegt.

Alma, ein Prophet im Buch Mormon, hat den Glauben mit einem Samenkorn verglichen: Wenn man ein Samenkorn pflanze und nähre, werde es wachsen und letztendlich Frucht hervorbringen, sofern es ein gutes Samenkorn ist (siehe Alma 32:28-43). Mit dem Glauben ist es genauso. Wenn wir Gottes Gesetze befolgen, uns mit seinem Wort befassen und den Wunsch haben, an Christus zu glauben, wird der Glaube in uns stärker.

  • Glaube ist Vertrauen auf jemanden oder etwas. Im Evangelium ist es das Vertrauen auf Jesus Christus, das uns veranlasst oder drängt, an ihn zu glauben und ihm zu gehorchen. Es beruht immer auf der Wahrheit. Der Glaube ist eine wunderbare Gabe, die uns dazu bewegt, Hoffnung und Nächstenliebe zu haben, die reine Christusliebe. Glaube motiviert uns zu handeln, er drängt uns, im Einklang mit den Lehren Christi zu leben und befähigt uns außerdem, in diesem Leben glücklich zu sein und als Ziel die Ewigkeit im Blick zu behalten. Mehr anzeigen

  • Ich habe Glauben geübt, als ich 42 war und damit anfing, Einrad zu fahren. Ich machte auf meinem einen Rad einen Satz nach vorne und war mir sicher, ich würde fallen, vertraute aber gleichzeitig dem Tipp meiner Kinder, ich könnte meinen Sturz auffangen, indem ich in die Pedale trat, um mich nach vorne zu treiben. Heute kann ich mehrere Kilometer fahren, ohne hinzufallen. Wenn ich das mache, über ich immer noch Glauben aus – aber ich verlasse mich jetzt viel weniger darauf, weil ich gemerkt habe, dass die Ratschläge meiner Kinder praxistauglich sind. Ich habe auch Glauben ausgeübt, als ich 22 war und anfing, mich mit dem Mormonismus auseinanderzusetzen. Nachdem ich eine Antwort auf meine ersten Gebete erhalten hatte, befolgte ich, was ich gelernt hatte, „machte einen Satz nach vorne“ und verwandte jahrelang Zeit und Mühe darauf, das Evangelium zu leben. Heute übe ich immer noch Glauben aus, aber ich verlasse mich weniger darauf, weil ich über Jahre eine Bestätigung bekommen habe, dass das Evangelium wahr ist. In beiden Fällen war mein Wissen die Folge von Eifer und Übung. Glaube war nur der erste Anstoß, um dem Ganzen eine Chance zu geben. Mehr anzeigen

  • ‚Glaube heißt nicht, dass man eine vollkommene Kenntnis von etwas hat; wenn ihr darum Glauben habt, so hofft ihr auf etwas, was man nicht sieht, was aber wahr ist.‘ (Alma 32:21.) Das ist eine meiner Lieblingsschriftstellen, weil sie eine großartige Definition für Glauben enthält. Ich habe Stellen in der Bibel und im Buch Mormon gelesen – und ehrlich gesagt, verstehe ich manchmal nicht, was sie mir sagen sollen. Aber ich will mir die Zeit nehmen, mit dem Vater im Himmel zu sprechen und ihn um Erkenntnis bitten, was darin ausgesagt wird. Wenn ich eine Antwort erhalte, muss ich mit meinen geistigen Ohren hören, und im Glauben annehmen, dass das Gesagte wahr ist. Ich muss darauf vertrauen, dass alles, was der Vater im Himmel mir beibringen will, wahr ist. Ich habe ihn noch nie gesehen und bin ihm auch noch nicht persönlich begegnet, doch ich habe verstanden, wie groß seine Worte sind. Ich stelle meinen Glauben auch infrage, besonders dann, wenn ich mir eine Darstellung der Kreuzigung ansehe – Soldaten, die die Kleidungsstücke des Erlösers, Jesus Christus, unter sich auslosen. So viel ich auch wissen mag – ich bete dennoch darum, dass ich nicht zu denen gehöre, die auch nur einen Würfel für ein Kleidungsstück werfen. Ich bemühe mich beständig darum, meinen Glauben zu stärken. Das tue ich, indem ich die heiligen Schriften lese und zur Kirche und zum Tempel gehe. Ich gebe mein Bestes, um jede Aufgabe zu erfüllen, die ich in der Kirche bekomme. Ich stehe zu den Bündnissen, die ich bei meiner Taufe geschlossen habe. Ich halte mich an die Bündnisse, die ich im Tempel eingegangen bin, dabei bin ich mir bewusst, dass meine Treue gegenüber dem Evangelium Jesu Christi dafür ausschlaggebend ist. Doch es lohnt sich, dafür zu kämpfen. Mehr anzeigen

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