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Was ist das Priestertum?

Offizielle Antwort

Das Priestertum ist die Vollmacht, im Namen Gottes zu handeln. Die gleiche Priestertumsvollmacht, die es in der Urkirche Jesu Christi gab, besteht auch heute in der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage. Die Kirche wird durch diese Vollmacht geführt und geleitet.

Alle würdigen männlichen Mitglieder der Kirche können das Priestertum empfangen und so dabei helfen, die Kirche zu führen und den Kindern des himmlischen Vaters zu dienen. Ein Priestertumsträger dient beispielsweise, indem er

  • eine Gemeinde der Kirche leitet
  • die heiligen Handlungen des Evangeliums vollzieht (etwa die Taufe)
  • die Kranken segnet

Gott erwartet von denen, die das heilige Priestertum tragen, dass sie dem Beispiel Christi folgen und mit Liebe, Sanftmut und Güte dienen.

  • Das Priestertum ist eine Macht, die dem Menschen von Gott übertragen wird. Es ist die Macht, im Namen Gottes zum Nutzen seiner Kinder zu wirken. Mit der Macht des Priestertums können Wunder bewirkt werden. Kurz gesagt ist es die Macht, seinen Mitmenschen zu dienen – manchmal weit über das hinaus, was wir von uns aus leisten könnten. Wir können die Macht des Priestertums nur dann ausüben, wenn unsere Absichten und Taten mit dem übereinstimmen, was Gott von uns erwartet. Bis 1978 wurde das Priestertum den Schwarzen vorenthalten. Das hat im Lauf der Jahre zu vielen Debatten geführt. Als Schwarzer und Mormone bin ich der Meinung – und das ist nur meine eigene Meinung –, dass ich wirklich keine Ahnung habe, wieso Gott den Schwarzen das Priestertum eine Zeit lang vorenthalten hat. In einer Schriftstelle im Buch Mormon heißt es: „Glaubt an Gott; glaubt daran, dass er ist und dass er alles erschaffen hat, sowohl im Himmel wie auf Erden; glaubt daran, dass er alle Weisheit und alle Macht hat, sowohl im Himmel wie auf Erden; glaubt daran, dass der Mensch nicht alles erfasst, was der Herr erfassen kann.“ (Mosia 4:9.) Das bedeutet, dass wir Menschen nicht alles verstehen können. Unser Verstand ist dem Verstand Gottes unterlegen. Wir müssen ihm also vertrauen. Ich weiß, dass das Evangelium Jesu Christi wahr ist. Niemand hat mich dazu überredet oder gezwungen, sondern ich habe es selbst herausgefunden, indem ich Gott gefragt habe. Daher glaube ich auch gern an alles andere, was damit einhergeht, denn Gott weiß ja schließlich viel mehr als ich. Mehr anzeigen

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