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Gibt es irgendwelche Einschränkungen aufgrund ethnischer Herkunft oder Hautfarbe, die sich darauf auswirken, ob sich jemand der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage anschließen und das Priestertum tragen darf?

Offizielle Antwort

Es gibt keinerlei Einschränkungen aufgrund ethnischer Herkunft oder Hautfarbe, die jemandem das Recht vorenthalten würden, sich der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage anzuschließen. Ebenso gibt es keinerlei Einschränkungen aufgrund ethnischer Herkunft oder Hautfarbe, die festlegen, wer das Priestertum tragen darf.

In einer offiziellen Erklärung der Kirche heißt es: „Jeder glaubenstreue, würdige Mann in der Kirche [darf] das heilige Priestertum, samt der Macht, dessen göttliche Vollmacht auszuüben, empfangen und sich mit seiner Familie sämtlicher Segnungen erfreuen …, die sich daraus ergeben, einschließlich der Segnungen des Tempels. Demnach können alle würdigen männlichen Mitglieder der Kirche ohne Rücksicht auf Rasse oder Hautfarbe zum Priestertum ordiniert werden.“
(Lehre und Bündnisse, Amtliche Erklärung – 2, Seite 380f.)

Gordon B. Hinckley, ehemaliger Präsident der Kirche, bekräftigte diesen Grundsatz, als er vor dem National Press Club in Washington, D.C., sprach: „Wir glauben an das alte Sprichwort, dass viele Hände der Arbeit bald ein Ende machen. Wir haben ein Laienpriestertum, und jeder würdige Mann hat das Recht, dieses Priestertum zu empfangen.“

  • Es gibt in Hinblick auf Rasse oder Hautfarbe keinerlei Beschränkungen, wer sich der Kirche anschließen kann. Ich bin Latino; ich bin in den 80er Jahren zur Kirche gekommen. In der Kirche ist mir niemals irgendetwas wegen meiner Staatszugehörigkeit vorenthalten worden. Mehr anzeigen

  • Diese Frage höre ich gern, weil sie einer der wichtigsten Gründe war, warum ich mich nicht der Kirche anschließen wollte. Wir haben doch alle nur verschiedene Schattierungen der gleichen Farbe, die Gott geschaffen hat, und seine Gedanken sind nicht unsere Gedanken. Darum müssen wir uns auf sein geschriebenes Wort verlassen und nicht auf den Arm des Fleisches. Wir sollten niemals schneller laufen, als Gott es für uns vorsieht. Ein tieferes Verständnis stellt sich ein, wenn man wirklich wissen will, was wahr ist. Ein Mann Gottes ist ein Mann Gottes, ganz gleich, was die Menschen von außen sehen. Eine Gabe vom Herrn empfängt man aufgrund der eigenen Würdigkeit, und alles Heilige wird denen gegeben, die in allem treu und gläubig sind, ganz unabhängig von Rasse oder Hautfarbe. Mehr anzeigen

  • Nein, das ist es nicht. Ich trage das Priestertum, und das ist für mich und meine Familie ein unglaublicher Segen. Eine Zeit lang gab es Einschränkungen, und es scheint, dass es deshalb schlechte Gefühle gegenüber der Kirche gegeben hat, doch sollte man Folgendes bedenken: Laut meinen eigenen Nachforschungen gibt es keine einzige Kirche oder Religion in den Vereinigten Staaten oder in der ganzen Welt, die im letzten Jahrhundert nicht die eine oder andere Form von Diskriminierung oder Rassentrennung praktiziert hat. Menschen sind eben in jeder Hinsicht unvollkommen (und deswegen brauchen wir alle Gottes Liebe). In der Mitte des 19. Jahrhunderts waren die Führer der Kirche besonders starker Verfolgung ausgesetzt, weil sie Sklaven gestatteten, unter ihnen zu leben und sich der Kirche anzuschließen, und sie wurden deshalb geteert, gefedert, geschlagen und aus ihren Häusern vertrieben. Genau genommen war dies auch einer der Hauptgründe, weshalb Joseph Smith 1844 für das Präsidentenamt in den Vereinigten Staaten kandidierte. Er wollte bis 1850 die Sklaverei abschaffen – was in einem Staat, wo Bürger ja Sklaven besaßen, natürlich nicht gern gesehen wurde. Wie bei jeder anderen Religion auch, versuchen die Menschen, besser zu werden, indem sie ihr Leben immer mehr nach den Grundsätzen des Erlösers ausrichten, die er den Menschen Zeile um Zeile und Weisung um Weisung gibt. Davon abgesehen hat die Kirche auch eine amtliche Erklärung abgegeben, die in den heiligen Schriften zu finden ist und wodurch der Welt kundgetan wird, dass die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage als Religionsgemeinschaft gegen jegliche Form von Diskriminierung aufgrund der Hautfarbe innerhalb der Kirche eintritt. Ich kenne nicht viele Glaubensgemeinschaften, die über solch eine offizielle Stellungnahme in ihren heiligen Schriften verfügen. In persönlicher Offenbarung liegt große Kraft, und diese Offenbarung kann jedem Menschen zuteilwerden, der den Herrn sucht und den Wunsch hat, seinen Willen zu erfahren. Es ist wirklich erstaunlich! Mehr anzeigen

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